Freitag, 30. Dezember 2011

WEISSE ROSE / DER FLOTTE LOTTMANN

Gestern Nacht habe ich geträumt, das taz-Gebäude hätte die Größe und Grundriss eines Kreuzfahrtschiffes, auf dessen endlosen Gängen ich mich ständig verlief. Irgendwann hatte ich dann so eine Art Blackout und wußte nicht mehr, wie ich meine Arbeit erledigen sollte. Die beiden Kolleginnen ließen mich mit dem Problem sitzen, weil sie mit der Crew feiern wollten. Oder so.

Damit sich das nicht wiederholt las ich gestern Abend vor dem Schlafen "Last Exit Volksdorf" von der Hamburger Autorin Tina Übel. Mich hatte ein kürzeres Werk von ihr mal auf die Palme gebracht, aber dieser Roman spielt in meinem Heimatdorf und ist skandalumwittert - das musste ich lesen. Leider habe ich nur die stark zensierte 2. Auflage. Ich muss mein Urteil über die Autorin revidieren. Etwas lyrisch geraten ist das alles vielleicht. Aber eindeutig alles durchlitten. Da kenn ich mich ja aus.

Über das Denkmal "Weiße Rose" in der Einkaufsstrasse schrieb sie, es sähe aus, "als hätte jemand eine Kackwurst in vager Blumenform geschissen." Die Volksdorfer nämlich haben ihr Einkaufszentrum nach einer Widerstandsgruppe benannt.

Ich träumte wieder schlecht.

Aber das Buch ist nicht übel.

Helmut Höge sagte mir neulich mal zu den arabischen Autoren, er bevorzuge (auch in Sachen Literatur) die Frauen. Im Gegensatz zu den Männern, würden sie keinen Scheiß schreiben und den Lesern blumig tausendundeine Nacht zusammen fanatsieren.

Das gilt auch für den Okzident. Besonders aber für westdeutsche Männer mittleren Rentenantrittsalters. Vor drei Tagen habe ich deswegen das erste Buch meines Lebens ertränkt (Das bot sich an, ich las in der Wanne). 100 Tage Alkohol von Joachim Lottmann, der überflüssigerweise auch noch ein blog bei der taz schreiben darf, ist der mieseste Autor des Jahres, des Jahrzehnts und der 70er, 80er und 90 er Jahre. 
Eines der vielen Arschlöcher, die sich bestens für meine Studie "Das Verschwinden der Frau in der Literatur des Mannes" eignen würden. Ich würde auch über das Verschwinden des Mannes in der Literatur der Frau schreiben - allein: Dafür gibt es (leider) bis heute kaum Belege. Wir könnten noch von Frantz Fanon lernen, und es ihnen so heimzahlen. Nicht mehr mit ihnen sprechen, nur noch über sie. Als Objekte, an denen wir unsere Fantasie entlanggleiten lassen.
Dieses abartige Altmänner-Gewichse, diese zu Papier gebrachten feuchten Träume, gepaart mit angeblich ironisch gemeintem Frauenhass (Die Kollegin "Groupie" bezichtigt ihn angeblich zu Unrecht, sie zu Sex am telefon genötigt zu haben), das alles entbehrt jeder, auch jeder innerern Wirklichkeit.
Im neuesten blog-Eintrag - "An die deutschen Abiturienten" - gabs dann für seine ehemaligen Mitschüler ("Hegelianer") zum Vortragen auf dem Abi-Treffen in Hamburg einen kurzen Abriss seines Lebens. Praktischerweise hießen die beiden Frauen, die ihm seit dem Schulabschluss begegneten und seine Gefährtinnen wurden mit Nachnamen bereits Lottmann, so dass er sie literarisch gar nicht mehr Verschwinden lassen konnte:

 "In Hamburg habe ich vor allem die menschlich sehr reizenden Mädchen genossen. Es war eine schöne Zeit. Gern wäre ich für immer dortgeblieben. Unmittelbar nach dem Abitur habe ich ein sehr süßes Hippiemädchen geheiratet, Annerose Lottmann, mit der ich immer noch in Kontakt stehe. Als die Verbindung in eine vorübergehende Krise kam, wich ich erstmals nach München aus, wo ich Literaturwissenschaften studierte. Auch meine zweite Ehe, 1979 beginnend, führte mich noch einmal in die Hansestadt. Die sehr blonde Kirstin Lottmann hatte es mir angetan, eine spröde und strenge Norddeutsche, die mich alles andere als glücklich machte. So konnte es nicht überraschen, daß ich Ende der 80er Jahre diesem Kulturkreis den Rücken kehrte. Ich war in Hamburg Journalist gewesen.
In Köln lernte ich endlich fröhliche Menschen kennen. Ich wurde Schriftsteller und ein freier Geist. Mein Leben war vielleicht ein bißchen so wie heute in Wien, nur dass ich heute keinen Preis zu bezahlen habe, keine Schattenseite kenne. In Köln war ich abhängig von einflußreichen Freunden, das bin ich heute nicht mehr. Damals mußte ich mich von einer Halbbeziehung zur nächsten hangeln, während ich heute glücklich verheiratet bin. Die Jahre in Köln waren bedrohlich. Für mich war die deutsche Wiedervereinigung eine willkommene Möglichkeit, nach Berlin zu ziehen. Dort hatte ich zunächst einen nie für möglich gehaltenen Erfolg als Schriftsteller. Mein Roman ‚Die Jugend von heute‘ verkaufte sich allein 2005 eine Viertelmillionen mal. Danach ging es freich ein halbes Jahrzehnt schleichend bergab, wie bei allen, die nach Berlin ziehen. Ich bin froh, diese Stadt nie mehr betreten zu müssen.
Ja, so stehen die Dinge. Die charmante Wienerin an meiner Seite hätte ich Euch natürlich gern vorgestellt... "

Toll, endlich kann er sich Vollbeziehungen leisten und muss nicht mehr für Geld... ja, was eigentlich?

Lottmann glänzt vor allem durch unentwegtes name dropping (Nur seine "reizende Wienerin" heißt wieder mal einfach nur Christa).

Mit dem letzten Beitrag treibt er das mit den Namen aber nun wirklich etwas weit und erwähnt alle seine neuen Facebook-Freunde:

"Soweit die Bücher des Jahres 2011. Mehr dazu in der nächsten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (*). Wer aber waren meine Menschen des Jahres? Da wären neben meiner lieben neugewonnenen Frau Christa in erster Linie die offiziellen, staatlich anerkannten Facebookfreunde zu nennen. Ihnen möchte ich alles Gute wünschen:
Adriano Sack, Albert Sellner, Albrecht Fuchs, Alexander Lass, Alexandra Ali Mühling, Alexandra Ehrlich, Alexandra Reisinger, Alrun Gerda, Amaryllis Sommerer, András Siebold, Andrea Hanna Huenniger, Andrea Maria Dusl, Andries Bonkers, Angelikinski Diem, Anja Fröhlich, Anja Kallendorf, Anja Karg, Anke Sterneborg, Ann-Katrin Dorner, Anna Gernhart, Anna Getty, Anna Meyer, Anna Wallner, Anna-Sophie von Gayl, Annchen Stiens, Anne Philippi, Anne-Katrin Hanke, Annelie Baensch, Annerose Bücklers, Annette Kusche, Annette Wagner, Anni Josef, Any Hagen, Ariadne von Schirach, Ariane Thiede, Ariel Hauptmeier, Armin Kratzert, Armin Ogris, Atina Airam Biel, Attila Kövesdi und natürlich Ava Fe.
Buchstaben B bis Z im neuen Jahr!"

Christa und die Facebookfreunde. (Christa Lottmann etwa?)


hmhm ...hmhm.

Wenn mich nicht alles täuscht, gab es da im Umfeld sogar RAF-Kontakt. Aber das muss  erst recherchiert werden. Ich will ja nichts gesagt haben.


Foto: Afra Moda, Karl-Marx-Strasse © Antonia, 2011


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Mittwoch, 21. Dezember 2011

FOTO BRAUNE / BRAUNES FOTO

krasse Tiefenschärfe


Mir sagte der Typ bei Foto Braune in Neukölln - wenn es nicht sogar Herr Braune selbst gewesen war - 1999 im Winter: "Statt der komplizierten Kamera nehmen Sie mal lieber eine Fuji Quicksnap© mit in den verdienten Urlaub! -  Das Objektiv ist ja unterschätzt!"

Ich hielt den Typ für einen kompletten Idioten, der mich für eine besondere Idiotin hielt - so als Frau fühlte ich mich darüber hinaus nicht beraten: Marine wasserdichte Dinger hätten mich ja überzeugt - die gab es aber noch nicht.

Jene Überwasseraufnahme ist jedenfalls eine von 27 belichteten Bildern einer Plastikbox, die mir danach ans Herz gewachsen ist. Darauf des Sipfens rechter Fuß, entspannt an einem Nachmittag im Januar 2000 auf Achill Island, Irland, am Golden Strand, als gerade kurz mal die Sonne raus kam. 

Später ließ ich mich noch mal von Herrn Braune beraten, wegen einer Nikon "hmhmhm", kaufte dann aber ein noch besseres Modell bei Ebay. Von so einem süßem älteren Herrn, der alles mit Garantieschein und Zusatzschnickschnack schickte. Mit Gruß und Unterschrift. Und Produktbiografie.

Nicht, dass ich den für einen Idioten hielt. Mir fielen nur die Bilder aus Irland ein und ich brachte sie endlich mal zu Rossmann.

Der Euro wurde dann nicht im Januar 2001 eingeführt, wie ich neulich falsch erinnerte, sonden im Jahr darauf. Und der Hausgeist war schon in der Nacht zu 2000 endgültig aus dem "Valley" verschwunden. Es spukte nicht mehr. Und dann dachten wir noch, alle Server wären wegen der Jahrtausendwende zusammen gebrochen, weil das Licht aus ging. Dabei hatte der Sturm blos alle Masten umgeschmissen.

Keine besondere Jahrtausendwende also insgesamt.

Wo Herr Braune recht hatte jedenfalls, hatte er recht.

Foto: Krass auf dem Atlantic Drive © Antonia, 2001
Musik: Ride On von Christy Moore

Samstag, 17. Dezember 2011

BETRIEBSWEIHNACHTSFEIER

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 Wieso gibt es eigentlich keine
Betriebsosterfeiern?

Gestern Abend also war die taz-Weihnachtsfeier. Als mich der erste Typ auf die Tanzfläche zerren wollte, stand ich schon stundenlang mit Eva auf dem gleichen Fleck am Tresen, wo wir uns ein Bier nach dem anderen hineingeschüttet hatten. Irgendwann kamen dann die Männer vom Ressort "Bewegungen" und lachten uns aus. Aber zum Tanz kam es auch nicht. Nur so viel: Sexhaben stand bei den Gesprächen gestern Abend auch hoch im Kurs. Oder kein Sexhaben. Ein Insider jedenfalls ließ verlauten, Weihnachtsfeiern beim Spiegel seien viel steifer.

Die Geschäftsleitung veröffentlichte vorab folgende Statistik unter anderem auch zum Sexhaben auf Betriebsweihnachtsfeiern:

* Nur 38 Prozent der deutschen Arbeitnehmer *freuen* sich alle Jahre wieder auf die Weihnachtsfeier.
  * 18 Prozent geben an, dass es ihnen vor der Feier mit den Kollegen *graust*.
  * 16 Prozent nehmen gar *nicht *erst an der Weihnachtsfeier *teil*.
  * 10 Prozent der Unternehmen schenken sich Weihnachten ganz *keine Feier*.
  * 57 Prozent der Unternehmen, die eine Weihnachtsfeier veranstalten, übernehmen auch deren *Organisation*.

  * 52 Prozent der Arbeitnehmer suchen auf der betrieblichen Weihnachtsfeier vor allem *erotische
    Abenteuer *und begeben sich dort auf *Partnersuche*.
  * 41 Prozent der Angestellten geben zu auf der Weihnachtsfeier hemmungslos zu *flirten*.
  * 51,8 Prozent der Beschäftigten würden auf einer Weihnachtsfeier keinen Kollegen beziehungsweise keine Kollegin *küssen*.
  * 23,6 Prozent haben das dagegen schon ein oder zwei Mal getan.
  * 24,6 Prozent indes sagen: Ich würde, wenn sich die *Gelegenheit*böte.
  * 13 Prozent hatten auch gleich *Sex* im Büro.
  * 11 Prozent wollen dort ihr firmeninternes *Netzwerk* aufbauen oder pflegen.
  * 4 Prozent wollen auf dem Betriebsfest geschäftliche *Gespräche* führen.
  * 9 Prozent gehen nur aus *Gruppenzwang* zur Weihnachtsfeier.
  * Die Wahrscheinlichkeit für eine geschlossene *Schneedecke *am 24. Dezember ist übrigens dieses
    Jahr von 30 Prozent auf 10 Prozent gesunken.

Die taz liegt also genau im Durchschnitt.

Foto: Häkeleiermützchen Rhön © Antonia, 2009 
Musik: Der Singende Tresen: Hirnhornhaut

Freitag, 16. Dezember 2011

STRESSTEST / SEXHABEN

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Heute Morgen empfahl mir DJKröch die aktuelle Ausgabe der Apotheken-Umschau. Dort steht geschrieben, gegen Depressionen helfe Sexhaben, viel Bewegung an der frischen Luft, viel Flüssigkeit und Sexhaben.

Vergessen hatten sie aber noch Shoppen.
In der Dunkelheit des Nachmittags gestern, machte ich mich deshalb auf die Suche nach einem geeigneten Abendkleid für die Silvester-Nacht, mit der wir ein Jahr ausklingen lassen, in der die Welt spürbar aus der Achse gerutscht ist. Was das wohl gibt. Da dachte ich mir: Wenigstens ordentlich Lametta. Das machen die Menschen ja immer so und kann deshalb auch nur gut und richtig sein. Und in der Karl-Marx-Straße kann man so wunderbar shoppen!

Gestern postete Kollege Schulz ein gruseliges Nazi-Propaganda-Video, das mir vielleicht den Rest gegeben hat, deshalb hier kein link dazu, sondern Sonneborns Gesinnungscheck. In den national befreiten Zonen des Ostens ist bei den großen braunen Fackelmärschen nicht mal mehr Polizei im Spiel - jedenfalls nicht dienstlich. Und die Nachrichten über die  randandalierenden Nazis in ganz Europa rutschen in den Tickern so schnell nach unten, dass sie kaum noch wahr genommen werden.

Vorgestern etwa bekam niemand mit, was im italienischen Turin passiert war. Dort brannte nach einem erlogenen Vergewaltigungsvorwurf einer jungen Italienerin eine aufgebrachte Menschenmenge eine Siedlung der Roma-Minderheit nieder. Etwa hundert mit Knüppeln, Steinen und Brandsätzen bewaffnete Menschen attackierten die Siedlung und zündeten dort Autos und Hütten an. Menschen wurden nicht unverletzt, da sie zuvor geflüchtet waren. An solche Übergriffe sind sie eben mittlerweile gewöhnt.

Und irgendwie scheint es, als ob in diesem Winter besonders gern gestorben wird.

Stresstest jedenfalls, ("jeeenfaaalss") ist das Wort des Jahres 2011. 
So was von.

Obwohl ich dachte, dass Sexhaben das Rennen machen würde.


Foto: Melisa-Moden, Karl-Marx-Strasse, Neukölln © Antonia, November 2011 
Musik: Isoldes Liebestot aus Tristan und Isolade von Richard Wagner

Freitag, 9. Dezember 2011

DENKEREI / GESCHWÄTZ



Die erste Bordsteinschwalbe wurde neulich Abend angeblich an der Ecke Ohlauer / Reichenberger Straße gesichtet. Kostas machte sich deshalb nun wirklich Sorgen - Auch wenn er nichts gegen den Berufsstand habe. Aber nun werde der Kiez um die kreuzberger Oranienstraße wirklich bald genau wie die Oranienburger Straße. Da braucht man den jungen Sauftouristen auch nicht mehr erklären, dass sie sich verlaufen haben.

Bazon Brock hat sich auch verlaufen. "Dummheit ist eine geistige Autoimmunreaktion" ließ der Denker und Professor für Ästhetik auf eine der Scheiben seiner "Denkerei" am Oranienplatz ganz biologistisch notieren. Wahrscheinlich im Rahmen eines "öffentlichen Glühens" an der Leuphana Universität in Lüneburg ersonnen, mit dessen "Repräsentanz in der Bundeshauptstadt Berlin" es Kreuzberg nun zu tun bekommt, wie der Webseite zu entnehmen war, auf der ich nach der Veranstaltung am vergangenen Samstag suchte.

Leuphana ist schlicht der römische Name  für Lüneburg (Wobei über die damalige Lage dieser Stadt Unklarheit herrscht). „... ein kurzer Markenname, der sich gut einprägt“, meinte die Universitätssprecherin Jana Schwedler dazu. Dies der große Wurf der Hamburger Werbeagentur Scholz & Friends. Ich hatte eine tiefere, eine mystische, wenigstens aber eine esoterische Bedeutung vermutet. Schließlich wird an den Instituten der Hochschule "Ethik und transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung" betrieben, "Umweltkommunikation" gelehrt. Und sogar ein "Institut für Mittelstandsforschung" gibt es da. Jaja.

Der Türsteher wies uns darauf hin, dass wir nicht eingeladen wären. Das war uns aber egal, wie er bald einsah.

Der Name Bazon jedenfalls kommt aus dem Griechischen, heißt "der Schwätzer" und den hat sich der Kumpel von Sloterdijk selbst einmal gegeben. Sloterdijk wiederum war am Samstag wohl lieber ganz feige fern geblieben - sicher wollte er zunächst abwarten, wie das alles da ankommt, in Kreuzberg, bei den Linken, wenn die da feierlich ihre reaktionäre Denkschmiede eröffnen. Seinem Alter Ego folgend kam dann stattdessen olle Precht. Selbst die wenigen jungen Männer an diesem Nachmittag hatten diese geföhnten langen Herrenhaarschnitte. Das war auch Peter Funken zu viel und er sagte plötzlich "Das sind mir zu viele alte Männer, ich geh gleich wieder!" und ließ mich am Büfett stehen. Vielleicht war er aber auch nur neidisch.

An so einem grauen Tag dachte ich, würde mich so eine Veranstaltung schön ablenken. Aber danach lag mir der graue Himmel noch schwerer auf der Seele. So ein Hochglanzschwachsinn.

Auf dem zweiten Bild mit der Regenschirminstallation sieht man im Hintergrund ein Foto von Joseph Beuys mit Kumpeln vor einem DSP-Plakat. Dies steht nicht für die Deutsche Sex-Partei (1970) sondern für seine Deutsche Studentenpartei, die er 1967 gründete. Später fuhr sein politischer Freund Johannes Stüttgen den “Omnibus für direkte Demokratie in Deutschland” herum. Im April 1982 schaffte Beuys dann seinen politischen wie auch musikalischen Durchbruch mit dem berühmten Song "Sonne statt Reagan", den er angeblich gemeinsam mit BAP als Wahlwerbespot für die Grünen aufnahm.

Weiß jemand eigentlich, was das für ein Spiel auf dem Bild unten ist, by the way? Ich entdeckte diese einzige Auslage hinter dem verschmutzten Schaufenster eines Neuköllner Call Shops, als ich ohne Schirm in Neukölln anschließend an den Häusern entlang hüpfte.




Fotos: Rütli-Campus Neukölln, Schirme der alten Herren, Denkerei Oranienplatz, Landwehrkanal, Spiel? - alles © Antonia, November 2011