Dienstag, 30. März 2010

HAMBURG / ELITESCHULE

Hamburg am Morgen
Antonia mit süßen 16 oder so_die 80er Jahre


Ewig
Zwischen einer gepflückten Blume und der geschenkten
das unausdrückbare Nichts

Guiseppe Ungaretti



Wer diesen originellen Einfall mit der Knast-Nummer hatte, habe ich vergessen. Die frühen Anfänge des Photoshoppens. Wenigstens hat diese Person eines der sehr seltenen Bilder aus meiner Punk-Rock-Phase gerettet, an die ich mich kaum erinnern kann, weil sie eben Punk Rock war. Dieses Foto machte ich am frühen Morgen für einen Schülerausweis des katholischen Jesuitengymnasiums "St. Ansgar". Mit Zahnlücke, die ich damals noch loswerden wollte.

In diesen Tagen hagelt es ja nur so Betroffenheitsberichte von ehemaligen Schülern irgendwelcher Elite-Schulen. Jeder möchte nun noch einmal über die Mißhandlungen auf all diesen Schulen erzählen, und wenn es nur ein "Klaps auf den Po" war, dessen sexuelle Bedeutung einem jetzt erst bewusst wird. Irgendwie scheinen viele Opfer dann aber trotzdem eine wunderbare Zeit auf diesen höheren Lehranstalten gehabt zu haben - so rührseelig wie die Erinnerungen oft sind. Für Amelie Fried war die Odenwaldschule sogar die "rettende Hölle".

Bei mir ist das genau umgekehrt. Ich kann mich ja an fast nichts zwischen der 7. und der 9. Klasse erinnern, ausser daran, dass es eine verdammt beschissene Zeit war. Einmal schaffte ich es sogar bis in die Zelle eines jungen Paters - aber nicht mal Hand aufs Knie - stattdessen las er mir christliche Gedichte von Guiseppe Ungaretti vor.

Mir fällt ein, dass ich in der gleichen Zeit immer einen arbeitslosen kiffenden Maler mit Dreadlocks in dem Stift nebenan besuchte, um mit ihm Gitarre zu spielen. Hätten die an de Schule erfahren, dass der ein etwa zwei mal drei Meter großes Akt-Gemälde von mir in Öl gemalt hat, wäre ich bestimmt gleich von der Schule geflogen. Dafür hat dann meine Mutter gesorgt, indem sie meine häßliche Englischlehrerin eines Tages fragte, ob sie als erwachsene Frau nicht darüber stehen könne, wenn ein Teenager mit langem schwarzen Mantel und spitzen weißen Kunstlederpumps rumlaufe. Und sich stattdessen lieber darüber amüsieren, wie bescheuert das aussieht (sah es gar nicht), so wie sie das tue. Ich fand das eine kluge Äußerung. Danach ging alles ganz schnell. Elite-Eltern hätten gewusst, dass man seinem Kind in den Rücken zu fallen hat und höchstens zusätzlich 10.000 Mark auf das Konto des Fördervereins überweisen könnte, um es zum Abitur zu bringen.

Wie ich die Malerei fand und wie der Mann hieß, habe ich leider vergessen. Ich fand es einfach toll, dass mich jemand nackt malt. Seitdem hab ich so viel Scheiße gesehen, dass ich sicher bin, es war ziemlich gut. 

Wenn einer bei uns abging und man einen Mitschüler nach seinem Verbleib fragte, bekam man nicht selten die etwas verächtliche Antwort ins Ohr getuschelt: "der musste auf die Staatsschule!" Das klang so grauenhaft, dass ich da auf keinen Fall enden wollte. Das eine Existenz als Quotenproll dieser besonderen Bildungseinrichtung viel schlimmer war, konnte ich ja nicht wissen - obwohl ich etwas ahnte, als ich damals an meinem ersten Tag in der 5. Klasse in der großen Halle der Begrüßungsrede lauschte. Mein vollgestopfter Scout-Ersatz stand vor mir, lauter fremde Kinder um mich rum und vorne erzählte ein alter Mann in grauem Anzug etwas von uns als der zukünftigen Führungselite des Landes. Da wurde mir ganz bange. Ich wusste ja noch nicht, dass er mich nicht gemeint hatte.

Das das alles die Hölle für mich gewesen sein muss, bemerkte ich erst nachdem mich mein Schicksal (die scheiß Noten) doch noch auf eine "Staatsschule" spülte - zum ersten Mal, als mich ein Lehrer wie ein mißhandeltes Hündchen anschaute, weil ich anstatt ins Lehrerzimmer zu gehen, zitternd davor rum stand, wie eine Vollidiotin.

Freitag, 26. März 2010

Donnerstag, 25. März 2010

BERLIN / MANTEUFFELSTRASSE II

Berlin_Manteuffelstraße
ein kleiner Anfang

Auf einer Webseite über Berliner Straßen machte ich folgende Funde über die Manteuffelstraße:

Ayse
, 4. Klasse:
"Ich, Ayse, wohne in der Manteuffelstraße. Ich mag nicht, dass da ganz viele Männer kommen. Da sind zwei Cafés, darum kommen sie immer. Ich mag auch nicht, dass da keine großen Geschäfte sind. Im mag meine Wohnung. Aber ich möchte auch nichts mehr haben. Ich will meine Traumstraße haben. Meine Traumstraße will ich ohne Cafés, und ich möchte vor meiner Tür ein Schwimmbad. Ich möchte umziehen nach Rudow; die Straße heißt Fritz-Erler-Allee.
"

Tobias, 4. Klasse:

"Einmal ist mir etwas Blödes passiert. Am 1. Mai ist die Demo in unsere Straße gekommen. Es war so laut, dass wir alle Fenster zugemacht haben. Die Leute schmissen mit Flaschen und Steinen. Als die Leute endlich weg waren, setzten wir uns wieder gemütlich hin.
"

Filiz, 6. Klasse
:

"... Ich bin zwölf Jahre alt und wohne seit meiner Geburt in der Manteuffelstraße. Diese Straße liegt in Kreuzberg und ist eine Seitenstraße. Sie ist sehr lang, schmal und an manchen Stellen ein bisschen dunkel. In ihr leben Ausländer und Deutsche. Weil die Straße sehr bewohnt ist, könnte man denken, die Autos parken aufeinander. Hier gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten. Aber Supermärkte sind in der Manteuffelstraße und in der Nähe. Geschäfte wie Karstadt, H&M oder Foot Locker sind sehr entfernt. Ein paar Schulen und Kindergärten gibt es auch. Die Manteuffelstraße führt zum Görlitzer Bahnhof. Am Anfang dieser Straße gibt es einen Kanal, den Landwehrkanal. Der ist im Sommer sehr anschaulich. Im Winter friert er leider meistens zu. Auf dieser Straße ist jeder Mensch für sich. Man hat nur die Nachbarn zum Unterhalten, und man kennt nicht jeden, wie es manchmal so ist. Aber die Bewohner dieser Straße sind sehr friedlich."

BERLIN / MANTEUFFELSTRASSE I

Berlin_Manteuffelstraße
Film-Werkstatt


Verschmutzen, um sich anzueignen?” lautet der Untertitel des Essays "Das eigentliche Übel" von Michel Serres, der im vergangenen Jahr in deutscher Übersetzung bei Merve erschienen ist. Der Betreiber der Film-Werkstatt in der Kreuzberger Manteuffelstraße betreibt dies bis zum Exzess. Die Baumscheibe wurde blickdicht umzäunt, die horizontal gegen Regen versiegelte (ganzjährige) Holzplatte auf dem Nähmaschinentischchen ausgesägt, und dann um den Baum gruppiert, eine Babywanne ist mit Wiese bepflanzt, zusätzlich einige Pflanzkübel, ein freischwingender Ascher mit Betonbeschwerung markiert die nordöstliche Seite des Anwesens, den Eingansbereich flankieren zwei Straßenpoller (ehda). Sogar seinen Eingang hat er verpollert. Zum Thema Aneignung schrieb ich für fluter.de kürzlich ein Essay, dass ich hier einfach mal anhänge.




Wem gehört das Land?


„Die ganze Welt und die ganze Erinnerung der Welt zeichnen unablässig die Stadt.“ Alvaro Siza

Vor einiger Zeit bewohnte ich in Istanbul ein WG-Zimmer im relativ zentralen Bezirk Sisly, Die mehrheitlich von gehobener Mittelschicht bewohnte Bausubstanz schien aus den 90er Jahren zu sein. Dennoch konnte man alle Phasen des rasanten Wachstums einer Stadt ablesen, die seit den 50er Jahren von weniger als einer Millionen Einwohnern auf heute etwa 14 Millionen angewachsen ist. Vereinzelt klebten noch winzige bäuerlich wirkende Häuschen (Gecekondus) neben sechs bis10-geschossigen Apartmenthäusern. Als ob die Stadt sie bald verschlucken würde. Von meiner Terrasse aus konnte ich das Wachsen eines riesigen Büroturmes beobachten („Spraydose“ genannt) – Er sah in seiner unfassbaren und absolut illegalen Höhe aus, wie eine abgestürzte Rakete im wilden Häusermeer. Dort markierte er das gerade entstehende größte Einkaufzentrum Europas, neben dem die benachbarten Wohnhäuser wie Nussschalen wirkten, die auf hoher See an einem Dampfer zerschellen.

Das Phänomen Gecekondu ("über Nacht gelandet") - geht auf ein Gewohnheitsrecht aus osmanischer Zeit zurück und hat maßgeblich zum Aufstieg der neuen Mittelschicht in den Städten der Türkei beigetragen. Ein Haus, das auf öffentlichem Grund errichtet wurde, darf nicht mehr abgerissen werden. Die in Zeiten massenhafter Einwanderung und Industrialisierung errichteten Geçekondu-Siedlungen verwirklichten ab den 50er Jahren auf informelle Weise die Realität einer Gartenstadt: ein selbstgebastelter Weg zum idealen Siedlungstypus der frühen Republik. Legal auf wackeligem Boden stehend, sah die republikanische Führung darin einen ideologischen Immunitätsfaktor gegen ihren größten Albtraum; Eine nach dem Vorbild Europa des 19. Jahrhunderts in Klassenkampf versinkende Zwei-Klassen-Gesellschaft. Das Gecekondu war im Interesse des kemalistischen Ideals, das sich die türkische Nation als eine "klassen- und privilegienlose kohärente Masse" vorstellte.

In dem Buch „Self Service City: Istanbul“ beschreiben die Autoren 2005 an zahlreichen Beispielen, wie es den ländlichen Einwanderern bis zum „unerklärten Bürgerkrieg“ (1973 - 80) gelungen war, ihre Armut zielstrebig in einen relativen Wohlstand umzuwandeln. Aus den „Ur-Gecekondus wurden bald stabile Gebäude, in denen Großfamilien zusammen lebten und einzelne Wohnungen vermietet wurden. Die Bewohner dieser Siedlungen wurden zu einem wichtigen politischen Faktor. In Wahlkampfzeiten sorgte die Regierung für kostenlose Infrastruktur oder wandelte den Besitz durch „Legalisierung“ in Eigentum um. Die Entwicklungen waren in beiderseitigen Interesse. Es gab keinen Mangel an Land: In der seit Anfang des 20. Jahrhunderts verwahrlosenden Altstadt bauten die Menschen zwischen alten Mauern, außerhalb des Stadtkerns siedelten sie an den Hängen in der Nähe der zahlreichen neuen Fabriken. Hierin ist ein Relikt sultanischen Rechts im bürgerlichen Bewusstsein zu erkennen, in dem alles Land Staatsland war und der Bauer sich neben dem ihm zur Verfügung gestellten Land ein Haus errichten durfte.

Am Beispiel der „Inbesitznahme“ von Liegestühlen auf einem Kreuzfahrtdampfer durch zugestiegene Passagiere beschrieb der Soziologe Heinrich Popitz 2005 die Entwicklung einer Gesellschaft, in der jeder alles benutzen durfte, hin zu einer Aufspaltung in eine benachteiligte und eine privilegierte Gruppe, die Liegestühle mit Handtüchern besetze. Es kam zu einer Verknappung des Gebrauchsgutes Liegestuhl, die jedoch akzeptiert wurde. Rousseau meinte dagegen: „Der erste, der ein Stück Land umzäunte, sich in den Sinn kommen ließ zu sagen: dies ist mein, und einfältige Leute antraf, die es ihm glaubten, der war der wahre Stifter der bürgerlichen Gesellschaft.“

Istanbul ist mit seinen dramatischen Veränderungen ein beeindruckendes Beispiel für diese beiden Aspekte der Aneignung öffentlichen Gutes: Dort kam es in den 80er Jahren zur vollständigen Kommerzialisierung der Bautätigkeiten – Bauherr und Bewohner waren nicht mehr identisch. Man verkaufte oder vermietete an ärmere Familien. Die Ware Land wurde knapp. Es entwickelte sich das „Yapsat“-System: Bauunternehmer (Müteahhit) und Bauherr bauen gemeinsam auf zuvor „angeeignetem“ Land. Die Finanzierung erfolgt durch die künftigen Bewohner. Ein System, dass sich bis heute sogar bei Großprojekten, wie Hochhäusern mit Luxusappartements, gehalten hat. „Die alten Gecekondus waren dagegen vollständig ausserhalb des Marktes gebaut – aus Altmaterialien, mit reinem Gebrauchswert“ (Wedel, 2004) - „und mit Gewinnbeteiligung für viele“ (Esen/Lanz 2005) und damit einer Möglichkeit an der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.- zumindest für die Frühankömmlinge.

Wenn heute viele der später entstandenen Siedlungen unter der etwas fadenscheinigen Begründung der Erdbebensicherheit (oder wie kürzlich wegen Überschwemmungsgefahr) abgerissen werden sollen, dient dies vor allem der Bereitstellung von wertvollen Bauland für eine neue „privilegierte“ Gruppe von finanzkräftigen internationalen Investoren und der Monetarisierung von Lebensraum. Die Methoden der neuen „Landbesetzer“ ähneln wieder einmal der Besetzung von „Liegenschaften“ auf einem Luxusliner, auf dem eine neue Gruppe zugestiegen ist.

Mittwoch, 24. März 2010

BERLIN / BAUMSCHEIBE BLEIBTREUSTRASSE

Berlin_Boutique Baumscheibe
Bleibtreustraße

In Charlottenburg kann man lange suchen, um eine bepflanzte Baumscheibe zu finden. Das ist denen dort anscheinend zu piefeig. Grünflächen sind Angelegenheit des Gartenbauamtes und in der eigenen Wohnung ist es schön genug.

Die Besitzerin dieser Boutique wollte aber nicht ganz darauf verzichten und legte den Begriff wörtlich aus. Baumscheibe aus einem edlen Tropenholz - ich vergaß zu fragen, um welche Baumart es sich handelt.

Sonntag, 21. März 2010

ISTANBUL / DAS SCHÖNE HAUS

Istanbul_Eminö / Basar-Viertel
küçük banka

Im alten Basarviertel in Eminönü wurde ich mit einigen Freunden auf dieses Gebäude aufmerksam - Für vier alberne Architekturstudentinnen aus Berlin, die auf der Suche nach den Zeitschichten einer alten Stadt durch eine touristische Altstadt wandern, ein wunderbarer Fund, der die Sichtbarkeit der verschiedenen "Layer" verdeutlicht. Kurz: Wir lachten uns halb tot.

Nach einer halben Stunde hatten wir uns wieder gesammelt und ich machte ein Foto
. Freundlicherweise stellte sich dann noch der junge Mann als Maßstab daneben, so dass ich keine meiner Begleiterinnen bitten musste. Ähnelt es doch auf verblüffende Weise seinen großen Brüdern und Schwestern in manchem Geschäftsvierteln aus den 80er und 90er Jahren, die es zu kopieren versucht. Diese widerum folgen dem alten Modell im Basar. Dieses sagt geradezu: "Wenn ich einmal groß bin, werde ich eine Bank!"

Bei diesem Haus handelt es sich allerdings um einen Altbau aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, das schon eine Art Überbauung eines älteren Gebäudes sein wird und nun wiederum mit modernen Fassadenmaterialien auf den neuesten Stand gebracht worden war. Grundriss und Fassade folgen seit dem Mittelalter dem gleichen Prinzip: Ein kleines Ladenlokal mit Hinterzimmer mit Treppchen im Erdgeschoss. Im Obergeschoss ein Lagerraum, eventuell Toilette und Küche. Das Dach wegen der starken Regenfälle zur Rückseite geneigt und mit einem weiteren Überstand.

Das größere Bankgebäude empfindet zudem noch in der Fassa
de die Seitenverhältnisse des historischen Vorbildes nach. Da es bei einer Bank nichts zu sehen gibt, ist das, was sonst noch als Schaufenster genutzt wird, spiegelverglast.
Istanbul_Feyzullah
büyük banka (Oyak Bank)














Mittwoch, 17. März 2010

BERLIN / Is däs Kunst ode kann des wäsch?

“In den Disziplinargesellschaften hörte man nie auf, anzufangen [...], während man in den Kontrollgesellschaften nie mit irgend etwas fertig wird..."
Gilles Deleuze



Heute Nacht war ich mit meinem Darmstädter Freund Jan und seinem kürzlich von dort zugezogenen Bekannten auf der Oranienstraße unterwegs, als diese Konstruktion Verwirrung in uns auslöste.

Hatte da jemand im Rausch seiner Neigung zur Street Art freien Lauf gelassen? Handelt es sich hier um den Versuch, einen Teil des Strassenraums unter Kontrolle zu bringen - etwa für einen Umzug? Oder entsteht hier gar ein weiterer sogenannter "Freiraum" - under construction? Vieleicht ja eine Baumscheibe.

Der Darmstädter zeigte sich verwundert über die vielen kleinen Eingriffe auf den Straßen seines neuen Kiezes - verwirrt erklärte er mir, man könne oft nicht erkennen, was das zu bedeuten habe.

Tatsächlich scheinen die Praktiken und Strategien im "öffentlichen Raum" "von oben" wie "von unten" einander stets zu entsprechen zu versuchen (zuzuzu). Der Alarm, den diese Konstruktion aussendet, zeigt jedenfalls unmissverständlich, dass es sich hier um etwas ganz wichtiges handelt, das auf keinen Fall weggeräumt werden darf. Man lernt von einander, entwickelt, tüftelt und eignet sich an...

Berlin_Manteuffelstraße
Würden Sie da Ihr Fahrrad parken?


Nach Deleuze muss sich der Mensch ständig weiterbilden um den höchstmöglichen Status zu erreichen. Eine Weiterbildung erfährt auch die physische Ebene der Kontrolle. So kommt es zu einer stetigen Verbesserung der Verhinderungsarchitektur und so “begreifen auch Zentren außerhalb der inner city-Viertel Sicherheitsvorkehrungen inzwischen als integralen Teil der Planungs- und Managementstrategie.” (Mike Davis, City of Quartz)

Auch der Künstler Christoph Schäfer von Park Fiction spricht von einer Verhinderungsarchitektur - alllerdings einer ausschließlich von unten, und meint damit einen Eingriff in die heile Bausubstanz in von Gentrifizierung betroffenen Bezirken: "Die Miete drück ich mir jetzt selber! Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Erscheinungsbild ihrer Wohnung nach aussen verschlechtern. Schon bald setzt der ´broken windows effect´ ein". Die Eingriffe finden unabhängig voneinander statt und ergeben dennoch einen kollektiven Prozess. In seinem vor einigen Tagen erschienenen Buch "Die Stadt ist unsere Fabrik" zitiert er den italienischen Sozialwissenschaftler Maurizio Lazzarato: " Die Invention ist nicht der prometheische Akt eines großen Mannes, sondern die Tat von “kleinen Ideen” (Leibniz), die von kleinen Männern getragen wird. Der Historiker und der Soziologe der Innovation täuschen sich, weil sie den Prozeß nicht betrachten, in dem verschiedene Gehirne kooperiert haben, bevor ein einzelnes Gehirn das Resultat daraus gezogen hat." Also gewissermaßen das kollektive Basteln der kleinen Leute, welches widerum der Bastelei an Baumscheiben entgegenwirkt - dem Schrebergarten des "ganz kleinen Mannes", wie Helmut Höge eine Freundin zitierte. Wobei die meisten Baumscheiben von Frauen gepflegt werden um damit das Wohn- oder Geschäftsumfeld aufzuwerten. Die zitierte Freundin sagte dann allerdings noch: “In einer Straße mit lauter bepflanzten und eingezäunten Baumscheiben möchte ich nicht wohnen.”

Montag, 8. März 2010

ISTANBUL / BESETZEN

Istanbul_Beyoğlu, Cihangir
Havyar Sk.


Noch einmal wurde ich baumscheibenmäßig in Cihangir fündig. An dieser Straßenecke wird schon heftig um das kleine Grün gerungen, auf dem ein Mayonnaise-Hersteller bereits eine Leuchtreklame platziert hat. Die potentielle Parkbucht wurde von den Bewohnern des Eckhauses durch einen bepflanzten Betonkübel gesichert und weitere kleinere Bäumchen daneben gestellt. Der dahinter sichtbare schräg abgezweigte Lattenzaun deutet bereits eine Erweiterung der Scheibe zu einer an die Parkbucht angrenzenden Grünfläche an, auf der dann auch Platz für einen neuen Straßenbaum wäre.

ISTANBUL / HAUSMEISTERBAUMSCHEIBE

Istanbul_Elmadag Caddesi
Hausmeisterbaumscheibe


Gleißend helles Sonnenlicht erhellte meine Seele am ersten Tag in Orhans Apartman. Und diese schöne Baumscheibe, die von dem Concierge des Hauses und den Künstlern im Atelier im Erdgeschoss gepflegt wird, erfreute mein Herz - diese und die anderen drei auf dem Hof des U-förmigen Gebäudes. Der Concierge fegt drei mal am Tag um sie herum.

Auf dieser Baumscheibe befindet sich neben dem Baum noch eine Straßenlaterne. Später entdeckte ich, dass es sich bei allen Räumen im Erdgeschoss des Hofes um Ladenlokale handelte, die aber nun alle bis auf das Atelier bewohnt sind. Heute ist das Gelände zur Straße hin eingezäunt. Ich überlegte, wie gemütlich das gewesen sein muss, als hier noch kleine Läden waren.

Nur im Vorderhaus befindet sich noch ein Kiosk. Regelmäßig hört man ein Glöckchen klingeln - dann lässt irgendeiner der Nachbarn ein Körbchen mit einem Einkaufszettel und etwas Geld hinab.

Sonntag, 7. März 2010

BERLIN / BARBAR

BAR BAR
Berlin_ Scharnweberstraße


Hier werden Skateboards aufgemotzt. Weit und breit übrigens keine einzige Baumscheibe. Nur graue Tristesse. Und das BAR BAR.

Freitag, 5. März 2010

ISTANBUL / PET SHIT

Istanbul_Beyoğlu, Cihangir
Matara Sk.


Als ich 2005 einige Monate im etwas besseren Stadtteil Şişli Mecidiyeköy ein Apartment bewohnte, besuchte mich mein damaliger Freund Harald in einer Wahlkampfpause - er kandidierte für die SPD im Bundestag und hatte sich 10 Tage frei genommen, um mit mir dort zusammen zu sein. Es war Spätsommer, wir schliefen bis mittags und dösten lange auf der Terrasse, bevor wir uns zu unseren Ausflügen aufmachten. Bevor er da war, hatte ich nur selten eine Katze in unserem Garten gesehen, und die hielten Abstand. Nach seiner Ankunft wurden es immer mehr, sie rieben sich gerne an seinen Beinen, eine wurde besonders zutraulich und ließ sich von ihm kraulen. Meine Mutter hatte mir ja immer gesagt: "... und lass dich niemals auf Männer ein, die Katzen mögen!", aber ich hatte diese Warnungen längst in den Wind geschossen und auch die Anwesenheit der Katzen lieb gewonnen. Nachdem er abgereist war, kamen sie noch ein oder zwei Tage vorbei, hielten aber wieder Distanz. Einmal schlich die zutraulichste von ihnen auf die Terrasse, ich machte alberne Mauzlaute, streckte meine Hand aus, sie strich um meine Beine, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen. Beide Unterarme waren blutig gekratzt. Ich vermisste Harald.

Damals streunten noch recht viele kleinere Rudel von herrenlosen Hunden durch die Stadt. Zwar sahen die vielen umherstreifenden Katzen (die komischerweise auch meist in Gangs anzutreffen waren) fast genauso dreckig aus, wie ihre bellenden Konkurrenten. Die Hunde jedoch machten im Gegensatz zu ihnen auch psychisch einen vollkommen verwahrlosten Eindruck. Obwohl von kleinauf mit Hunden arglos, hielt ich genau wie meine Nachbarn Abstand von ihnen. Die meisten waren ziemlich groß, wahrscheinlich entlaufene oder ausgesetzte Wachhunde.

Während für die Katzen überall kleine Schüsseln mit Futter aufgestellt werden, kümmern sich um die Hunde nur einige wenige Tierschützerinnen, nicht selten westeuropäischer Herkunft.

Damals begann eine systematisch anmutende Tötungswelle von Hunden, gegen die sich zahlreiche Tierschützer auflehnten. Es wurde auch der Verdacht geäußert, die Bezirksverwaltungen haben diese Tötungsaktionen in Auftrag gegeben. Sie haben gründlich gearbeitet: Von umher laufenden Hunden heute quasi keine Spur mehr.

Ähnlich wie in Berlin schaffen sich junge Türkinnen in Istanbul neuerdings gerne kleine Rassehunde an, die sie an süßen Hundeleinchen durch die Straßen Gassi führen. Dabei steigt die Anzahl der Latte Machiato Läden und der Baumscheibenbepflanzungen proportional mit ihnen an. Komischerweise hatte ich früher auch nie Hundescheiße auf den Straßen gesehen. Als hätten die Streuner noch gewusst, dass man sich nicht unnötig unbeliebt machen darf, wenn man keine Lobby hat. Sicher nutzen sie die auch damals noch zahlreichen bewachsenen und brachliegenden Grundstücke.

Aber nun - da ganz vorne in der Baumscheibe: Das dunkle Ding da neben dem eingetretenen Zäunchen.

Harald ist dann später auf seiner Webseite zum Thema EU-Beitritt der Türkei zu folgender Auffassung gekommen: "Wer in der letzten Zeit türkische Metropolen wie Istanbul bereist hat, versteht überhaupt nicht, was gegen eine Mitgliedschaft der Türkei einzuwenden ist. Wenige Städte in Europa sind moderner."

ISTANBUL / PET SHOP COOPERATIVE

Istanbul_Beyoğlu, Cihangir
Pet Shop


Der Laden für Haustierbedarf neben diesen Auslagen befindet sich ebenfalls im trendigen Bezirk Cihangir. Auf der Suche nach Baumscheiben und ein wenig Vertrautheitheit (ich wollte mich ja erholen) trieb ich mich einen weiteren Tag dort rum. Unweit dieser Straßenecke trank ich einen kleinen Kaffee und aß ein Stück Torte, was so viel kostete, wie sonst ein ganzer Tag ausschweifenden Lebenswandels im Rest der Stadt.

Der Pet Shop wird von einem Kollektiv betrieben, dass aus vier Leuten besteht. Eine Deutsche ist dabei: Krista. Ihr ist es sicherlich zu verdanken, dass sie die kleine Grünscheibe vor dem Laden nicht nur drum herum, sondern vorausschauenderweise auch horizontal vergittert haben. Das Grün kämpft sich tapfer hindurch - allein: kein Hund hat eine Chance sein Geschäft an dieser Stelle zu tätigen.

Ganz in der Nähe befindet sich auch eine Tierpension - das "pisipisi evi" (gesprochen: Pissipissi Evi - "Miezekatzen-Haus"). Auf facebook sind sie als "fans" des Pet Shops eingetragen.

ISTANBUL / EMANZIPATION I

Istanbul_Cihangir
"Die Frauen der Arbeiterbewegungspartei"


Die türkische Feministin Nezide Muhiddin (1889-1958) forderte bereits 1908 das Frauenwahlrecht sowie das Recht der Frauen auf Beteiligung als politische Führungskräfte. 1923 gründete sie die "Frauenpartei", die allerdings - von der kemalistischen Regierung als zu radikal befunden - sofort wieder verboten wurde.
Die Frauenpartei ist somit als erster und bis heute einziger Versuch der Gründung einer Frauenpartei anzusehen.
Nezide Muhiddin gründete darauf einen Frauenverein, der mit einem männlichen Kandidaten zur ersten Wahl der Republik antrat - Der Kandidat trat allerdings wegen Verhöhnung durch Männer noch vor der Wahl zurück.

Frauenpolitik oder feministische Themen sind seitdem im politischen System der Türkei so gut wie nicht mehr existent.

Zu Beginn einer "zweiten Welle" der Frauenbewegung demonstrierten 1987 Feministinnen im istanbuler Yugurtcu Parki gegen Gewalt. Als Folge daraus entstand 1989 die Kampagne gegen "die physische Gewalt des Mannes gegenüber der Frau, die sich in Form von Schlagen oder Prügeln meistens innerhalb der Familie“ zeigt, die später den Namen „mor igne“ (dt. „Violette Nadel“) erhielt - Nadeln mit violetten Schleifen wurden an Frauen verteilt, um sich damit gegen physische Übergriffe von Männern zur Wehr zu setzen. Unter anderem war daran die Frauenberatungsstelle "Mor Cati" beteiligt, die seit Ende der 80er Jahre diese Einrichtung im bezirk Beyoglu, und als erste private Frauenorganisation seit 2005 ein Frauenhaus in Zusammenarbeit mit einer staatlichen Einrichtung betrieb. Die Zusammenarbeit wurde durch den Bezirk Beyoglu allerdings 2008 trotz staatlicher Verpflichtung gegen Gewalt an Frauen vorzugehen, aufgekündigt. Mit der Leiterin der Beratungsstelle habe ich in der letzten Woche ein Interview gemacht.

Neben der sozialen Arbeit, die auf den drei Säulen Rechtsberatung, sozialer und psychologischer Betreung sowie Krisenhilfe basiert, engagiert sich Mor Cati auch politisch.
So unterstützten sie
bei der Parlamentswahl am 22. Juli die Kanditatur einer ehemaligen Prostituierten um ein Mandat im türkischen Parlament. Ihren Wahlkampf begannen die Frauen vor einem Istanbuler Bordell. Mit einem großen Plakat, auf dem geschrieben stand: "Wir laden die Führer der politischen Parteien zu einem Besuch im Bordell ein". Aufgrund einer Vorstrafe wegen illegaler Prostitution, wurde noch versucht, ihr die Kandidatur zu untersagen. Ein Einspruch war allerdings erfolgreich. Es war zu erwarten, dass sie keinen Wahlerfolg verzeichnen würde - die mediale Aufmerksamkeit war jedoch enorm und fachte neue Diskussionen um die Beteiligung von Frauen in der Politik an.

Die Baumscheibe vor den Graffitis würde ich als standardmäßige Istanbuler Baumscheibe bezeichnen. So wie die Bäume, die in sie hineingepflanzt wurden, mickrig gehalten (alle Bäume in diesem Bezirk waren extrem gestutzt). Um die Baumstämme herum häufig ein Hasendraht - wegen der vielen Katzen, die diese sonst mit Kratzbäumen verwechseln.




BERLIN / GRÜNER DONAUKIEZ

Berlin_Donaukiez
Baumscheibenaktionstag


Am 16. März lädt das Quartiersmanagement, das ja nichts, was sich die Bürger so einfallen lassen, dem Zufall überlässt, zum Infoabend ein. Das wenige Grün der Gegend um die Donaustraße soll aufgemöbelt werden. Auf dem Infoabend sollen die Themen Baumscheibenbegrünung, Fassadenbegrünung und Hofbegrünung beackert werden. Auch ein gemeinsamer Aktionstag ist geplant.
Zu den Baumscheiben heißt es da: "Im Rahmen des Projektes können bei Bereitschaft zur Übernahme einer Pflegepatenschaft, Baumscheiben vergrößert, begrünt und den verkehrstechnischen Vorgaben gemäß, eingefasst werden."

Für Baba Barbar habe ich ein Flugblatt mitgenommen. Und morgen rufe ich die Goal Property an und spreche mit denen über meinen neuen Innenhof.


BERLIN / BARBAR AGA

Berlin_Karl-Marx-Straße 49
Barbar Aga


Als ich heute die Schlüssel für meine neue Wohnung abholte, durfte ich entzückt feststellen, dass sich direkt im Nachbarhaus das "Barbar Aga" (der barbarische Aga) befindet.

Am 30. April erscheinen übrigens in einer Neuauflage die "Barbapapa Classics 1-6" auf DVD - die Gesamtauflage ist schon zwei Tage zuvor als "Barbarpapa Classics Box" erhältlich. Ich erzählte dem Barbetreiber davon und wir überlegen nun, ob wir einen Videoabend veranstalten sollten. Kinder haben allerdings keinen Zutritt zu diesem Raucherlokal. Die Filme sind aber sowieso ein wenig sexistisch.


Ich fotografierte dann noch seine Baumscheibe, die eine kleine Überholung vertragen würde - Baba Barbar konnte gar nicht fassen, dass solche Landschaftsgestaltungen in Istanbul kaum bekannt sind.

Mittwoch, 3. März 2010

ISTANBUL/ BAUMSCHEIBCHEN AN BAURUINE

Istanbul_Inönu Caddesi
Bauruine



Dieses Baumscheibchen war mein erster Fund in der Stadt. Ich war auf der Spur alter Erinnerungen in der Nähe des Taksim-Platzes unterwegs. Dort wollte ich mir anschauen, ob bei einer riesigen Bauruine, die wir in einem Projekt an der UdK vor vier Jahren beackert hatten, irgendetwas getan hatte.


ISTANBUL / ZIGEUNER UND POLLERN




...dass Zigeuner nicht pollern, haben wir ja jetzt begriffen - der Nomade überläßt den Raum dem Raum. Bei den Roma-Kindern hier, handelt es sich um eine temporäre Besetzung der dämlichen Einkaufstraße "Istiklal"- mit Tanz und Gesang, was gut gefiel. Als lebende Poller gewissermaßen, aber nur für einen Moment.

Meine Oma, die sich in den 30er Jahren gerne von einem Taxi den ganzen Tag durch Hansestadt Hamburg von Boutique zu Boutique kutschieren ließ, um am Ende alle Rechnungen an ihren Vater schicken zu lassen, sagte ja immer: "Die Istiklal in Istanbul, die ist elegant!"

Montag, 1. März 2010

ISTANBUL / HONIGKUCHENHÄUSLEBAUER

Istanbul_ Ex-Sulukule_ Sulukule Caddesi
Bauzäune



Der Mann bat mich doch noch mal nach Sulukule zu schauen, wo man seit 2007 die dort lebenden Bewohner, meist Roma, aus ihren Häusern vertrieben hatte, um dort, an der alten Stadtmauer, eine kritische Rekonstruktion alter osmanischer Bauwerke hinzustellen, die Herrn Stimmann gefallen wird.
Aber nichts mehr ausser Schutt und Asche - geschweige denn irgendwelche Zigeuner-Poller.


Nur zwei Objekte hat man stehen lassen, saniert und rosa angemalt, so dass sie fast aussehen, wie kleine Honigkuchenhäusle.

Und eine Fahne dran gehängt.

Vollkommen wundgelaufen kam ich ein zweites Mal nach Tarlabasi. Dort mussten sie zu finden sein - schließlich hat die Stadt sie alle dort hin gejagt: Die Transvestiten, Zigeuner, Kurden, Krüppel und Eierdiebe.

Aber: Wenn ein Zigeuner pollert, hört er auf Zigeuner zu sein... Schon der Gedanke! Also gibt es gar keine Zigeunerpoller. Auch nicht in Tarlabasi. Voller trauriger Erkenntnis ging ich nach Hause und schlief ne Runde.

ISTANBUL / CIHANGIR

Cihangir_Istanbul
Das alte Lied



In dieser netten Straße habe ich dann heute noch ein paar Baumscheibenbilder gemacht. Als ich an diese Ecke kam, hörte ich das Lied. Mein Liebster und ich hatten damals dazu getanzt - bevor er in den Krieg musste.

Dann kam ein junger Mann um die Ecke und er pfiff genau diese Lied. Ein magischer Moment. Ich war aber zu langsam.

Melancholisch wie ich dann wurde, filmte ich den Kioskmann und pfiff mir selbst einen. Wie schön das war! So, als würde man auf Vulkan in eine Straße kommen, die man dort als eine Erden-Straße eingerichtet hätte (für die zugereisten Erdlinge) - und alles reingepackt, was so dazu gehört: Lämpchen, Katze, Chanson, Verkehrsberuhigung, Bäumchen (nicht zu groß) und sparsam untergebracht: Ein paar Menschenseelen.
Oder wie eine Szene auch aus den Filmen von Nuri Bilge Ceylan (Uzak, Iklimler), mindestens einer davon ist fast ausschließlich in einem Apartman in dieser Straße gedreht worden. Und die wenigen Menschen darin sind eigentlich auch nur da, um zu stören. Das Lied allein schon wäre genug.

Der Kioskmann zeigte sich von all dem vollkommen unberührt. Ich gaube einmal gesehen zu haben, wie er in der Nase bohrte.